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Durch die Qualitätsinitiative initiierte und geförderte Projekte
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GerOSS (German Obstetric Surveillance System)
Als Ergänzung zu den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherungsverfahren mit einer sehr umfassenden und generellen Beschreibung aller Fälle der geburtshilflichen Versorgung in den Krankenhäusern und der Dokumentation der Behandlungsergebnisse zur Absicherung der Qualität und zur Berichterstattung soll mit dem neuen Ansatz auf die beschriebenen Veränderungen zeitnah und gezielt reagiert werden und es sollen Lösungsansätze (Handlungsoptionen, -empfehlungen) erarbeitet, diskutiert und für alle an der Versorgung beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Dazu werden einzelne schwierige Anforderungskonstellationen an Schwangerschaft und Entbindung spezifisch erfasst und aufgearbeitet. Dies werden spezielle (Begleit)erkrankungen der Schwangeren sein, die in der Regel (noch) selten auftreten.
Diese seltenen Fälle , mit zum Teil auch schlechtem, fatalem Ausgang, sollen zentral erfasst und auf einer (erstmals) größeren Datenbasis analysiert werden und in Empfehlungen für strukturelle, organisatorische und fachliche Anforderungen eingehen. Neben der Optimierung des Versorgungsmanagements , kann dies ergänzend für einige Krankheitsbilder ein „Frühwarnsystem“ mit einem resultierenden optimierten Überleitungsmanagement von der Schwangerschaft zur Geburt (ambulante Schwangerenvorsorge in die Geburtsklinik) sein.
Ferner sollen Fälle, die sich aus den beschriebenen geänderten oder sich ändernden Lebensdingungen der Schwangeren ergeben, z.B. mit kardiologischen Problemen; („Dies ist ein wichtiges und ernst zu nehmendes Problem, wichtiger als bekannt.“) erstmals sicher erfasst werden. Diese Daten könnten dazu genutzt werden, um Anforderungen an die Gesundheitsversorgung generell zu formulieren.
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Gütesiegel "Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher"
Der Verein Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher (Vorsitzender Prof. Dr. med. Dirk Reinhardt, Medizinische Hochschule Hannover) hat sich zum Ziel gesetzt, für alle schwerkranken Kinder, Jugendlichen und ihre Familien in Niedersachsen und Umgebung eine optimale medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung zu erreichen. Dazu sollen sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Betreuung vorhandene Behandlungs-, Unterstützungs- und Hilfsangebote koordiniert, vermittelt und bei Bedarf sinnvoll ergänzt werden.
Kernstück bei der Umsetzung dieses Vorhabens ist das Koordinierungsbüro des Netzwerks, das als Informationszentrale über vorhandene Angebote für schwerkranke Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien informiert und Leistungserbringer der ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung vermittelt. Dabei kommt dem Koordinierungsbüro auch eine qualitätssichernde Rolle zu, der durch die Implementierung eines Qualitätsmanagements Rechnung getragen werden soll.
Um einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard in der Versorgung schwerkranker Kinder zu gewährleisten, will das Netzwerk mit einem "Gütesiegel" die Qualitätsentwicklung der wenigen Einrichtungen fördern, die auf dem – seitens der Gesetzgebung noch relativ neu geregelten Gebiet der pädiatrischen Palliativversorgung – hochspezialisierte Leistung anbieten.
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„DRG-induzierte Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Organisationen, Professionals, Patienten und Versorgungsqualität“
Mit dem anspruchsvollen „DRG-Projekt“ wurde das zweite, originär aus der Qualitätsinitiative initiierte Projekt durchgeführt und finanziert. Ideengeber dazu war der Vorsitzende, Dr. med. Gerd Pommer, der den Anstoß dazu gab, die Auswirkungen des - primär - neuen pauschalierten Entgeltsystems im stationären Sektor auf die Versorgungsrealität zu analysieren. Seit 2007 lief dieses Projekt unter methodisch-konzeptioneller Federführung des ZQ und hat im Juni 2009 den Ergebnisbericht veröffentlicht.
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Landesweite Nachuntersuchung von Frühgeborenen <28 SSW
Aus dem niedersächsischen Pilotprojekt zur Erhebung von Langzeitergebnissen bei kleinsten Frühgeborenen <1500 g (vgl. U7 weiter unten) ist durch das erhebliche Engagement der beteiligten Personen und Institutionen mittlerweile ein ausgereiftes Verfahren geworden: alle Frühgeborenen in Niedersachsen, die vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, werden im Alter von 6 Monaten, zwei, fünf und zehn Jahren nachuntersucht. Seit 2004 wird dieses Projekt durch Mittel der Qualitätsinitiative, der Kaufmännischen Krankenkasse und der Techniker Krankenkasse gefördert.
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Entwicklung eines „Gütesiegels“ für die qualitative Betreuung der Wöchnerinnen im häuslichen Umfeld
Die absolut bemerkenswerte und innovative Initiative des Hebammenverbandes Niedersachsen e.V. zielt darauf ab, freiberuflich tätigen Hebammen eine Anleitung zum Qualitätsmanagement in der Wochenbettbetreuung zu geben: der Nachweis über „Qualität im Wochenbett - Planen - Handeln - Messen - Verbessern“ wird durch formale Audits auf Konformität geprüft (ZQ-GmbH) und mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Dieses Projekt wurde als wegweisender Ansatz mit Pilotcharakter 2008 von der Qualitätsinitiative finanziell gefördert.
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"Qualitätsverbesserung auf der Ebene des Care Managements in der ambulanten Versorgung"
Das erste, von der Qualitätsinitiative initiierte und finanzierte Projekt hatte die optimierte Vernetzung zwischen den Sektoren der Gesundheitsversorgung zum Ziel, und hier insbesondere die
Koordination im Bereich der häuslichen Krankenpflege. In der Modellregion Oldenburg wirkten im Projektzeitraum 1998-2002 alle am Versorgungsprozess Beteiligten (Pflegedienste, MDK, Vertreter einzelner Kranken- und Pflegekassen, Sozialdienste der Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte u.a.m.) aktiv an der Entwicklung mit. Nachhaltiges Ergebnis war nach Projektende die Gründung des Trägervereins Versorgungsnetz Gesundheit e.V., der heute das Projekt fortsetzt.
Ausführliche Informationen zum Projekt [PDF, 417 KB]
[Informationen zum Projektabschluss] |
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Weitere durch die Qualitätsinitiative geförderte bzw. mit geförderte Projekte sind:
PROSIT (Proteinurie Screening und Interventionstherapie bei Diabetes Typ-II-Patienten)
Basierend auf den Vorarbeiten der Bayerischen Arbeitsgruppe um Prof. Dr. med. Rüdiger Landgraf und Dr. med. Rolf Renner wurde auf Initiative von Dr. med. Ralf Hardenberg, damals Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Leitender Arzt der Abteilung für Diabetologie in der Henriettenstiftung Hannover, und mit finanzieller Unterstützung der Qualitätsinitiative, der BKK-Energie, der Solvay Arzneimittel GmbH und der IKK Niedersachsen Landesdirektion das PROSIT-Projekt von 1997-2000 durchgeführt. Alle diabetologischen Schwerpunktpraxen in Niedersachsen beteiligten sich an dieser Qualitätssicherungsmaßnahme und konnten erhebliche Verbesserungen in der gezielten Diagnostik und Therapie dieser Patienten nachweisen. Leider gelang es trotz aller Bemühungen nicht, PROSIT dauerhaft mit einer Regelfinanzierung der Krankenkassen (Volumen ca. € 75.000,- pro Jahr landesweit) zu etablieren.
SUPPORT ( Südniedersächsisches Projekt zur Verbesserung der ambulanten und stationären Versorgung von Tumorschmerzpatienten )
Das Pilotprojekt zur optimalen Versorgung schwerkranker, sterbender Patienten zuhause durch Palliativ-Care Teams (Projektleitung: Dr. med. F. B. Ensink) gehört zu den ersten, seit 1996 durch die Qualitätsinitiative mit geförderten Projekten. Durch das erhebliche Engagement der Projektleitung wurden zahlreiche, auch kleinere Spenden, von Unternehmen und Privatpersonen eingeworben. Leider konnte dieser Ansatz der Palliativversorgung trotz hoher Anerkennung von allen Seiten nicht in eine kassenfinanzierte Regelleistung überführt werden.
Qualitätssicherung Mukoviszidose
(bundesweite Erhebung und vergleichende Auswertung)
Das bundesweite Verfahren zur Qualitätsverbesserung in der Behandlung von Mukoviszidose-Patienten wurde durch das erhebliche Engagement des Patientenverbandes Mukoviszidose e.V. und der behandelnden Ärzte konzipiert und seit 1996 über die Qualitätsinitiative unterstützt.
Ziel des Projektes ist die Optimierung der Therapie der Mukoviszidose und dadurch eine Verbesserung des Vitalstatus der CF-Patienten zu erreichen: Genügend spezialisierte Mukoviszidose-Zentren sollen eine für jeden Patienten erreichbare, qualitativ hochwertige Mukoviszidose-Therapie sicherstellen. Der Aufbau von Einrichtungen mit suboptimaler Behandlungsqualität soll zum Wohle des Patienten vermieden werden. Der Gesundheitszustand der Patienten sowie die Therapiemöglichkeiten werden sorgfältig miteinander verglichen, um Unterschiede in der Behandlungsqualität der verschiedenen Einrichtungen aufzudecken und letztendlich Standards zur einheitlichen Vorgehensweise in Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Die Auswertungen über den Gesundheitszustand der Patienten werden regelmäßig publiziert ( Stern, M. et al.: Qualitätssicherung Mukoviszidose, Berichtsband 2006, Berlin 2008, S. 1.; Stern, M. et al: Von den Besten Lernen – 10 Jahre Qualitätssicherung. Broschüre Mukoviszidose e.V., Bonn 2005, S.13.).
Aktuelle Weiterentwicklungen sind die Projekte „Benchmarking- Lernen von den Besten“ und Offensive-„Fit fürs Leben mit Mukoviszidose“. Beide Projekte werden vom Mukoviszidose e.V. gefördert und haben als übergeordnetes Ziel die Versorgungsstrukturen für Mukoviszidose-Patienten nachhaltig zu optimieren. Mit einer Verbesserung der Ambulanzorganisation, der Diagnostik und der Therapie können der Vitalstatus angehoben und damit gleichzeitig die Prognose sowie die Lebensqualität der Mukoviszidose-Patienten gesteigert werden (von der
U7 (Nachuntersuchung von Frühgeborenen <1500 g im Alter von zwei Jahren)
Aus den zusammenführten Daten der niedersächsischen Perinatal- und Neonatalerhebung und den intensiven Auswertungen zur Ergebnisqualität der Behandlung dieses Hochrisikokollektives wurde ein Pilotprojekt entwickelt, um endlich flächendeckend Langzeitergebnisse dieser Kinder erheben und auswerten zu können. Dieses wurde 2003 von der Qualitätsinitiative unterstützt, so dass ein Modell für die Einbestellung und Nachuntersuchung der Kinder mit einem vergleichsweise einfachen Untersuchungsinstrumentarium erprobt werden konnte. Inzwischen ist die landesweite Nachuntersuchung der kleinsten Frühgeborenen <28 SSW in Niedersachsen etabliert.
Qualitätsmanagement außerklinische Geburtshilfe (Pilotprojekt einer bundesweiten Initiative freiberuflicher Hebammen)
Eine Pilotphase zur routinemäßigen Dokumentation aller Haus- und Praxisgeburten in Deutschland wurde von der Qualitätsintiative von 1999 bis 2004 unterstützt. Auf der Basis der niedersächsischen Vorarbeiten zur Qualitätssicherung der außerklinischen Geburtshilfe konnte so eine der Hausgeburtshilfe adäquate Form der Qualitätsanalyse entwickelt werden. Inzwischen ist das Verfahren bundesweit etabliert und liegt in der Verantwortung der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e. V. (QUAG e. V.). Träger des QUAG e. V. ist der Bund Deutscher Hebammen und der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschland. |
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